Würde, Teilhabe, Gerechtigkeit – der Kieler Weg

In der Arbeit und Planung für und mit Menschen mit Behinderung nimmt die Landeshauptstadt Kiel seit mehr als 50 Jahren eine Vorreiterrolle in Schleswig-Holstein ein; bereits Anfang der 1980er Jahre hat sie einen „Behindertenplan“ erstellt.

Da sich Lebensumstände, rechtliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen sowie technische Möglichkeiten ständig verändern, legt die Landeshauptstadt Wert auf eine kontinuierliche Planung und Weiterentwicklung dieser Arbeit.

Im Jahr 2005 wurde ein Gutachten über die Situation von Menschen mit Behinderung in Kiel vorgelegt. Hierauf basiert das „Leitbild und die örtliche Teilhabeplanung für Menschen mit Behinderung in der Landeshauptstadt Kiel“, das die Stadt im November 2007 verabschiedet und eingeführt hat. An diesem umfangreichen Diskussions- und Kommunikationsprozess waren Selbsthilfegruppen, Verbände und Einrichtungen, der Beirat für Menschen mit Behinderung sowie Politik und Verwaltung beteiligt – dieser „Kieler Weg“ ist in Schleswig-Holstein einmalig.

Mit dem Leitbild konnte ein wichtiger Schritt im Prozess für mehr Würde, Teilhabe und Gerechtigkeit gesetzt und gleichzeitig eine Selbstverpflichtung für die städtische Politik und Verwaltung geschaffen werden. Nun ist es angebracht, eine erste Bilanz zu ziehen und zu analysieren: Auf welchen Feldern haben sich „Leitbild und die örtliche Teilhabeplanung“ bereits bewährt? Wo besteht weiterer Handlungsbedarf?

Das vorliegende Leitbild ist weiterentwickelt, aktualisiert und an die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung angepasst worden. Die hierzu im Februar 2010 von der Ratsversammlung erneut einberufene Projektgruppe legt im Folgenden ihr Beratungs- und Diskussionsergebnis vor. In der Ratsversammlung am 9. Juni 2011 ist dem neuen Leitbild einstimmig zugestimmt worden.

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Inklusio Kiel